Verwerfungen der NS-Vergangenheit
Zum Aufbau der Geologischen Dienste in Westdeutschland 1945-1962
Die staatliche geologische Forschung hatte mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ihre zentrale institutionelle Basis, das Reichsamt für Bodenforschung in Berlin, verloren. Die Studie untersucht, wie vor dem Hintergrund ihrer zentralen Rolle in der Rüstungs- und Kriegswirtschaft während der NS-Zeit in den Besatzungszonen und Bundesländern neue geologische Ämter gegründet wurden. Im Zentrum solcher Verwerfungen der NS-Vergangenheit steht die Gründung der Bundesanstalt für Bodenforschung 1958 in Hannover, der heutigen Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe, und außerdem der Umgang mit der NS-Belastung ihrer Nachkriegspräsidenten.