Im Fokus der sich auf den Zeitraum von 1914 bis 1945 erstreckenden Untersuchung stehen die geologische Ressortforschung Deutschlands, ihre Institutionalisierung, die von ihr mitbestimmte Disziplingenese und ihre Beziehungen zu den gesellschaftlichen Teilsystemen Wirtschaft, Wissenschaft, Staat und Militär. Infolge ihrer für den „autarken Wehrstaat“ grundlegenden Expertise besetzten Staatsgeologen zentrale Schlüsselpositionen in der Kriegswirtschaft und hatten maßgeblichen Anteil an der Expansions- und Okkupationspolitik des Deutschen Reiches.