Perspektiven von Frauen in der Wissenschaft mit Dr. phil. Anna Maria Neubert
Eine Frau. Eine Publikation. Ein Impact.
Für den zweiten Beitrag unserer Interview-Reihe haben wir Anna Maria Neubert, Dr. phil., gesprochen. Sie ist Postdoc und Wissenschaftsmanagerin, und promovierte an der Universität Bielefeld zur Geschichte der Digital Humanities. Ihre Forschungsinteressen konzentrieren sich auf Feminist Digital Humanities, die Geschichte der digitalen Geisteswissenschaften, nationale Förderpolitik und Projektmanagement in interdisziplinären Teams.
2024 gab sie in Zusammenarbeit mit Fabian Cremer, Swantje Dogunke und Thorsten Wübbena die Publikation Projektmanagement und Digital Humanities heraus. In mehreren Beiträgen wird dort die Frage behandelt, welche besondere Rolle dem Projektmanagement im Bereich der Digital Humanities zugeschrieben werden kann und wie die sinnvolle Zusammenführung und Gestaltung beider Bereiche in Zukunft aussehen könnte.
Frau Neubert, wann haben Sie gemerkt: Das ist mein Thema?
Die inhaltliche wie organisatorische Abstimmung in Projekten lag mir schon immer – und hat mir jederzeit viel Spaß gemacht. Zugleich gab es im deutschsprachigen Raum kaum wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Projektmanagement in den Digital Humanities und all seinen Facetten. Besonders am Herzen lag mir dabei zu betonen, dass Projektmanagement niemals wertfrei ist, sondern immer im Zusammenhang mit mehr Faktoren als den rein forschungsrelevanten steht.
Was ist eine Erkenntnis, die Leser*innen nach der letzten Seite Ihres Buches mitnehmen sollten?
Dass es viele unterschiedliche Herangehensweisen gibt, Projektmanagement in den Digital Humanities zu denken – und ebenso viele, es zu gestalten. Das Buch ist dafür selbst der beste Beweis, denn die Zusammenarbeit mit meinen Mitherausgeber*innen Swantje Dogunke, Fabian Cremer und Thorsten Wübbena hat mir nicht nur große Freude gemacht, sondern war ein wesentlicher Teil dessen, warum dieses Projekt gelungen ist.
Wenn Ihr Impact ein Satz wäre – wie würde er lauten?
Verantwortungsvolles Projektmanagement ist nicht optional, sondern nötiger Bestandteil guter und innovativer Forschung.